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Ich war das nicht.

18. August 2009 von aj
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Im Zeit-Magazin fand ich diesen unterhaltsamen Beitrag des immer lesenswerten Harald Martenstein:

Gerechtigkeit für Besserverdienende

Von Harald Martenstein

Der SPD-Finanzexperte Florian Pronold hat in der Zeitung etwas über die Ursachen der Wirtschaftskrise gesagt und über die Steuererhöhungen, die auf uns zukommen. Er sagte: “Die Besserverdienenden müssen stärker herangezogen werden, weil sie starke Schultern haben und mitverantwortlich sind für die Krise.”

Der Durchschnittsverdienst in Deutschland beträgt etwa 3000 Euro brutto im Monat. Ich gebe zu: Ich habe mehr als das. Ich schwöre aber, bei allem, was mir heilig ist, dass ich mit der verdammten Krise nichts zu tun habe. Ich war das nicht.

Ich frage mich, wie dieser Herr Pronold, den ich persönlich überhaupt nicht kenne, dazu kommt, mir eine solche Ungeheuerlichkeit wie die Mitschuld an einer Weltwirtschaftskrise mit Zehntausenden ruinierter Existenzen zu unterstellen. Was habe ich diesem Mann getan? Ich habe ehrlich gearbeitet, ist das so schlimm, habe Steuern gezahlt wie das Tier, Steuern, von denen dieser Pronold gemästet wird, habe auch gespendet wie Mutter Teresa, habe sogar gesagt, ich Vollidiot, dass an der SPD nicht alles schlecht ist, zum Dank tritt mir jetzt Florian Pronold vor allen Leuten achtkantig in den Hintern. Bin ich Hitler? Bin ich an allem schuld?

Pronold ist Politiker, nicht ich. Er hätte doch, als Politiker, ganz andere Möglichkeiten gehabt, die Krise zu verhindern, oder zu sparen, als die Wirtschaft noch rund gelaufen ist. Was hat er gemacht? Maulaffen feilgehalten. Was tut er jetzt? Ehrliche Leute beleidigen. Wenn er wenigstens gesagt hätte: “Einige Besserverdienende sind mitverantwortlich für die Krise. Deswegen sollen jetzt alle Besserverdienenden Strafsteuern zahlen. Weil, wenn eine Person aus Daglfing Hühner stiehlt, dann sperren wir von der SPD alle Daglfinger ins Gefängnis, das ist gerecht im Sinne von August Bebel.”

Florian Pronold will doch nur von seinem eigenen Versagen ablenken, indem er mich beschuldigt, mich, und das macht mich langsam echt sauer. Florian Pronold muss stärker herangezogen werden. Sie sollen ihn heranziehen, schön langsam und gründlich, bis er quietscht.

Besserverdiener, das ist für Leute wie diesen Pronold das schlimmste Schimpfwort überhaupt. Ja, schau mal, der Typ da arbeitet, jeden Tag, kriegt keine Kohle vom Staat, wie sonst doch jeder anständige Mensch, arbeitet auch noch ganz gut, kriegt Geld dafür, dieser Sozialschädling, dieser Depp, macht unsere ganze schöne Wirtschaft kaputt mit seiner Scheißarbeiterei, nehmt ihm schnell alles weg!

Und falls er Kinder hat, der Pronold, dann zittert er Tag für Tag, dass seine Kinder bloß nicht mal eines Tages Besserverdiener werden, das wäre ja offenbar die größte denkbare Schande für einen SPD-Finanzexperten, ein besserverdienender Sohn oder eine Tochter, die Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit und Staatsbankrotte auslösen mit ihrer unverschämten Besserverdienerei und ihrer Leistungsneurose, statt brav Hartz IV zu kriegen und auf diese Weise die Wirtschaft in Schwung und den Staat in die grünen Zahlen zu bringen. Wenn die Pronold-Kinder gute Schulnoten nach Hause bringen, dann sperrt er sie womöglich in den Keller, weil, gute Noten, das kann ja in letzter Konsequenz zu extremster Besserverdienerei führen und damit zu Weltwirtschaftskrisen von apokalyptischem Ausmaß.

Ich möchte ein Mal, wenigstens ein Mal im Leben, auch mal was Nettes über Besserverdienende hören. Zum Beispiel: “Ohne Besserverdienende könnten wir Politiker uns keinen einzigen Dienstwagen leisten.” Starke Schultern habe ich übrigens auch nicht.

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Kenny From The Block

18. August 2009 von aj
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Vollbild ist sehr empfehlenswert!

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Wernicke-Aphasie

22. Juli 2009 von aj
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Endlich weiß ich, woher das Gelaber bei der Arbeit kommt! Es handelt sich um die Wernicke-Aphasie:

…im schlimmsten Fall kann man der Spontansprache eines Wernicke-Aphasikers keinen Sinn mehr entnehmen, weil nahezu jedes inhaltstragende Wort stark verändert ist.

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I would like to tell you everything

5. Juli 2009 von aj
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Pyramiden von Gizeh

Maira Kalman führt auf der Website der New York Times einen bebilderten Blog. Bekannt ist sie dafür, Geschichten mit einfachen, fast naiven Bildern zu illustrieren und nahezu kindgerecht zu beschreiben. Interessanterweise bleibt aber dennoch — oder vielleicht gerade deshalb — die Botschaft besonders gut im Gedächtnis haften. Diesmal berichtet sie von ihrem Besuch in Monticello, Thomas Jeffersons ehemaliger Villa und heutiges Museum.

Im Gegensatz zur heute gängigen Vorstellung, dass die Republikaner das parteigewordene Böse sind, George Bush der Antichrist ist, die Demokraten darum die Erlöserpartei und Obama der Retter sind, fördert ein Blick auf die Geschichte der Parteien erstaunliches zu Tage. Jefferson, der wichtigste Demokratische Präsident war ein Sklavenhalter. Nicht aussergewöhnlich, denn die demokratische Partei war zu jenen Zeiten die Partei der weissen Grundbesitzer und damit der Sklavenhalter. Das Ende der Sklaverei leitete hingegen Abraham Lincoln ein, ein Republikaner. Einige dieser Gegensätze im Leben von Thomas Jefferson werden auf unterhaltsame Weise auch von Maira Kalman beleuchtet.

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Jazz Session II

11. Juni 2009 von aj
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Zum Eintrag über die Jazz Session von Marjorie Eliot noch das Video:

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Guido blowouts

3. Mai 2009 von aj
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Zur Zeit ist ein Arbeitskollege aus New Jersey, USA, in Stuttgart im Projekteinsatz. Auf seinem Blog bemerkte er zu dem, was ihm an Deutschland auffällt unter anderem:

German guys rocking Guido blowouts as if they are from Staten Island (no offense to those from Staten Island that do not have a blowout).

Meine Unwissenheit hat mich sofort dazu veranlasst, den Begriff Guido blowouts nachzuschlagen und siehe da:

Verdammt, er könnte recht haben!

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Cups & Balls

2. Mai 2009 von aj
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Penn and Teller sind ein amerikanisches Magier-Duo, das sich keine Freunde damit gemacht hat, einige altbekannte Tricks dem Publikum zu erklären. Einer davon ist Cups and Balls (unten im Video, das Interview danach ist relativ uninteressant). Im WIRED gibt es dazu noch einen Artikel aus wahrnehmungspsychologischer Sicht – sehr interessant!

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Trainrider

26. März 2009 von aj
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Danach unbedingt auf “The truth about the train rider gehen”. Der Typ hat’s wirklich gemacht!

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Schnitzel und Bratkartoffeln

2. März 2009 von aj
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Seit gestern bin ich wieder zurueck. In Frankfurt angekommen und erstmal Schnitzel mit Bratkartoffeln und grüner Soße gegessen. Jetzt habe ich noch eine Woche Urlaub und sehe noch Fotos von meiner Florida-Reise durch, damit ich sie hochladen kann.

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